4 Odd places in Bangkok you need to see

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Ich habe mehrere Monate in Bangkok gewohnt und habe nie einen Guide geschrieben, weil ich zu busy war Südostasien zu bereisen. Jetzt packe ich endlich meine Lieblings-Tipps für Abenteurer aus.

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Bangkok ist mein zweites Zuhause. Ich habe mich in diese wilde Stadt verliebt, als ich damals für ein Praktikum bei einem Onlineshop kurzzeitig dort hin gezogen bin. Bangkok fängt genau mein persönliches Lebensgefühl ein und ich habe schnell begonnen, mich in dem Chaos nicht nur zurecht zu finden, sondern sehr wohl zu fühlen. Dabei bin ich auf viele Tipps und Tricks gestoßen, wie man dort am besten durch den Alltag kommt und wie man aus der thailändischen Metropole das Maximum herausholt. Mich haben mehrere Freunde in Bangkok besucht und zwei von ihnen habe ich (mit Monaten Abstand dazwischen) die Stadt richtig vorgestellt und die ungewöhnlichen Orte Bangkoks haben ihnen am besten gefallen. Aber Vorsicht, die meisten sind nur was für Abenteurer.

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Die besten, ungewöhnlichen Orte Bangkoks

Jeder Besucher hatte unterschiedlich Zeit und ich war jedes Mal fast überfordert, diese wundervolle Stadt für sie in ein paar Tage Showtime zu stopfen. Trotzdem habe ich ein paar Lieblings-Sehenswürdigkeiten entwickelt. Da ich eh kein Fan ausgetretener Pfade bin, empfehle ich euch gerade diese authentischen Orte, gerade, wenn ihr nur kurz in Bangkok seid.

 

Eine Radtour mit Co Van Kessel

Ich war durchgehend am knipsen und das bin ich selten – ihr seht mit dieser Tour viele ungewöhnliche Orte Bangkoks auf einen Schlag. Über die Radtour sind wir zufällig bei einem Spaziergang durch China Town gestolpert. Und lasst mich euch sagen: Das ist das BESTE was ihr in Bangkok machen könnt. Wenn euer Jetlag nicht zu hart ist, macht diese Tour gleich am ersten Tag – aber ihr müsst fit sein. Man sieht keine Radfahrer in Bangkok. Vielleicht gab es mal welche, aber die sind sicher schon tot. Radfahren in diesem Chaos ist relativ lebensmüde – eigentlich. Mit Co Van Kessel, einem niederländischen Tour Anbieter, könnt ihr das echte Bangkok per Rad und Boot entdecken, was sich unspektakulär anhört, aber wirklich unglaublich ist. Wir haben die Tour Nummer 1 gebucht und ich kann sie jedem empfehlen. Ausdrücklich.

Co Van Kessel Bike tour Bangkok

Man startet mit einem kleinen Team in Chinatown, wo jeder ein klappriges Rad zugewiesen bekommt. Die Guides passen komplett auf euch auf und sperren teilweise sogar den Verkehr für euch ab – ihr müsst also keine Angst haben, nur etwas Ausdauer. Das Coole ist, dass ihr mitten durch die verrückten, bunten, kleinen Gassen von Chinatown fahrt – ich war da schon so oft und habe gerade das Beste immer verpasst, musste ich feststellen. Es geht sogar durch ein paar Fabrikhallen. Echt jetzt. Die haben da Fische verarbeitet, während wir da auf bunten Fahrrädern durchgefahren sind und das war genau so lustig, wie es sich anhört. Man stoppt außerdem bei ein paar Tempeln.

Es sah aus wie ein Endzeit-Venedig

Von Chinatown aus ging es mit einer Fähre rüber nach Thonburi, den Teil von Bangkok, den ihr sonst niemals betreten würdet. Da sind keine Touris. Es ist ganz weit abseits vom ultra modernen Sukhumvit („Downtown“) – Bangkok hat viele Seelen. In Thonburi leben die Leute in kleinen, dicht gedrängten, bunten Hütten, an denen man nur vorbei kommt, wenn man auf schmalen Brücken und Stegen übers Wasser fährt. Dort esst ihr auch ein mega leckeres Mittagsbuffet, könnt die Tempelfische füttern und fahrt noch mehrmals mit traditionellen Booten. Es hat alles einen ganz eigenen, extrem faszinierenden Charme, den ihr sonst komplett verpasst, wenn ihr nur die klassischen Touri Sachen macht. 

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Der Ghost Tower

Das ist ein absoluter Insider Tipp, der in keinem Reiseführer steht, weil es illegal und gefährlich ist. Die dürfen das nicht drucken. Jeder, der nur kurz in Bangkok ist, wird nicht davon hören, dabei ist dieser Turm ganz vorne auf jeder Liste der ungewöhnlichen Orte in Bangkok. Der Ghost Tower aka der Sakhorn Unique Tower ist ein sagenumwobenes Gebäude im Herzen Bangkoks und es ist der verrückteste Turm, den ich jemals gesehen habe. Anscheinend sollte der Ghost Tower zu luxuriösen Wohneinheiten werden, doch das Unternehmen ging pleite. Außerdem soll sich dort ein Tourist erhängt haben, wodurch der Ghost Tower seinen düsteren Namen erhalten hat. Der Turm ist einfach durchgeknallt. Ihr müsst all die Etagen in einem kleinen Treppenhaus nach oben laufen und kommt an vielen absurden, verwahrlosten Stockwerken vorbei, die trotzdem den Glanz erkennen lassen, in dem das Gebäude mal hätte erstrahlen sollen. Die vorletze Etage ist halboffen und Pflanzen haben begonnen auf den Sandhügeln zu wachsen, die der Wind angeweht haben muss.

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Darüber kommt nur noch das begehbare Dach. Alles ist voller Graffiti und im Boden ragen gigantische Löcher, die komplett bis ins Erdgeschoss reichen. Keine Absicherungen. In der Mitte vom Dach befindet sich eine Art Bau mit einer Plattform, die den höchsten Punkt des Ghost Towers darstellt. Dahin kommt man nur, wenn man über lose Bretter auf einen Rundgang aus Säulen klettert, sich an einer kleineren Plattform hochzieht und sich von der aus an der Außenwand des Gebäudes herum hangelt, während man die aus dem rauen Beton ragenden Metallstangen als Leiter benutzt. Wäre man gefallen, hätte einen immerhin noch der ein oder andere Balkon aufgefangen. Trotzdem Kategorie lebensmüde. Ich hätte das nie gemacht, wenn die anderen Touris dort das nicht vorgemacht hätten und ich wollte einfach da rauf, wo die waren. Ich hatte echt schwitzige Hände und die Freundin, mit der ich da war, ist lieber unten geblieben.

Inzwischen ist der Ghost Tower extrem schwer zugänglich. Manche haben mir gesagt, er sei geschlossen, andere meinen, man kann da noch wen schmieren. Fakt ist, es ist eine verdammt einzigartige und verdammt gefährliche Erfahrung. Lest hier mehr über den Ghost Tower und informiert euch gut, wenn ihr da hin wollt. Natürlich ist das auch komplett auf eigene Verantwortung und offiziell rate ich jedem davon ab

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Der Khlong Toey Fresh Market

Der war genau da, wo ich gewohnt habe – trotzdem war ich erst nach Monaten dort, weil ich es nie früh genug aus dem Bett geschafft habe. Ihr könnt da gut essen und auch mal die Stinkfrucht probieren (bah!) aber vor allem lohnt es sich wegen den Tieren. Esst lieber erst danach. Ich war mit meiner veganen Freundin beim Khlong Toey Fresh Market und uns beiden hat es im Herzen weh getan, die Tiere so zu sehen. Die Thais kaufen auf diesem Markt frische Zutaten und da Fleisch ihre liebste Zutat ist, wimmelt es dort von Tieren in Käfigen, die auf ihre Schlachtung warten oder schon halb tot sind. Schlangen, Frösche, Gänse… Fische, die sich vom Tisch gewunden haben, sind mir vor die Füßen gesprungen und uns wurde ganz schlecht, als wir direkt durch ein Schlachthaus gelaufen sind. Das schlimmste war diese Kröte. Diese Kröte, die aufgeschlitzt zwischen anderen aufgeschlitzten Kröten lag, ihre Organe neben sich. Aber sie hat noch gelebt. Ihr schnell schlagendes Herz lag noch komplett mit ihrem Kreislauf verbunden außerhalb ihres Körpers. Wenn man schon Tiere tötet, ist es mir unverständlich, wieso man es so grausam tun muss. Aber Thais sehen Tiere viel pragmatischer. Warum ihr das erleben sollt? Weil es echt ist. Ein wirklich ungewöhnlicher Ort in Bangkok.

Shocked vegan
Schockierte Veganerin

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Thaiboxen im Rajadamnern Stadion

Thai Boxen ist ein Nationalsport, den man mal gesehen haben sollte. Das Tolle ist aber das Feeling im Stadion: Man sieht, wie die Männer mit wilden Handbewegungen untereinander wetten und groß strahlen, wenn sie gewinnen. Außerdem gibt es leckere, fruchtige Snacks. Wir haben die billigsten Plätze genommen und waren mittendrin. Andere Touris waren weit weg hinter einer Absperrung, hatten bequemere Sitze und haben dafür so ziemlich alles verpasst, was die Erfahrung interessant gemacht hat. Das witzigste war, dass sie gerade anfingen die Nationalhymne zu spielen, als wir draußen Karten kaufen wollten. Wenn sie die spielen, stehen alle Menschen still. Auf der ganzen Straße. Es kam so plötzlich, dass ich ganz verwirrt war und mich verpeilt umsah, bis mich meine Freundin angestoßen hat und mir zuflüsterte, dass ich still stehen soll. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie komisch das ist, wenn eine gesamte Straße um einen herum plötzlich aufhört zu reden und komplett erstarrt.

 Hier lest ihr mehr über das Rajadamnern Stadion.

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A minute before the freeze

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Ich möchte euch Bangkok in kleinen Häppchen immer besser vorstellen. Bald findet ihr auf Spark&Bark einen Guide, wie man sich in Bangkok am besten fortbewegt, wo ihr am besten feiern könnt, welche Märkte und Shopping Hotspots ihr nicht verpassen dürft und was ihr besser meiden solltet. 


Würdet ihr solche Orte besuchen oder bleibt ihr lieber da, wo es sauber und sicher ist? :D 

Bangkok is my second home. I fell in love with this wild city when I went there for an internship in the fashion business. Bangkok captures that very special kind of vibe which I love and live. I soon began to not only gain an understanding of how this city works but also began to feel as comfortable as at home in Berlin. I found many tips and tricks to make the best of the Thai metropolis. Several friends came to visit me and I showed them all around. The odd places off the beaten path were the ones everybody liked best – but be careful, those are for adventurers only! ;) 

 

Bangkok Chinatown, Exploring Bangkok's streets

 

The best odd places in Bangkok

Every friend who visited me had a diffrent schedule but nobody had more time than a few days. At first I thought it would be impossible to show them this beautiful city in such a short time – but I did manage it and developed my favourite sights to show them. I’m no fan of well-trodden paths so I really recommend you these authentic places, especially when you have limited time.

 

A bike tour with Co Van Kessel

You will see a lot of odd places when you book one of their tours, especially in Thonburi. I happened to find out about this Dutch provider when strolling thorugh Chinatown and let me tell you: This tour is the best thing you can do in Bangkok. Do it on your first day if your jetlag isn’t that bad – but you need to be fit. You never see bikes in Bangkok, you might have to be a bit crazy to ride a bike in that chaos. BUT not with this tour, they take good care and even block the roads for you from time to time. We booked tour number 1 and you should do, too. 

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You start with a small team in Chinatown and they will show you all those crowded, colourful alleys. I’ve been there so many times but apparently always missed the best parts, I found out. They even drive through some factories – people were processing fish in those and we just drove right through with our small bikes. It was as funny as it sounds. You’ll also stop at a few temples.

It looked like Venice after the apocalypse

We took a ferry over to Thonburi, the part of Bangkok, most visitors never get to see. There are no tourists. It’s worlds apart from Sukhumvit („downtown“) – Bangkok is really versatile. The people in Thonburi live in tiny, dense, colourful huts and they only way to pass those is over bridges and bars because there is water everywhere. We had a really good lunch there, fed the temple fishs and took a shortcur several times via traditional little boats. The area is really interesting and has a weird kind of allure. You’ll get to see so many thing in such little time: believe me, you’ll be overwhelmed. Even my friend who usually prefers the safer, nicer places, absolutely loved this trip and couldn’t stop taking pictures.

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The Ghost Tower

They don’t print that in travel guides because it’s dangerous and illegal. Everybody who only stays a short period in Bangkok, won’t her of the ghost tower aka the Sakhorn unique tower (it’s real name). It’s a shrouded in legend building right in the centre of Bangkok. It’s the craziest tower I have ever seen, definitely an odd place in Bangkok. Apparently they wanted to build luxurious apartment but the owner went bankrupt. Also, a touris hanged himself in there, hence the name ghost tower. Of course we had to take the stairs to walk all the way up (exhausting!) and passed a lot of creepy floors that still showed the splendour the building should have had. The second last floor was half open and plants started growing on sand hills which the wind must have blown there.

Exploring Ghost Tower Bangkok

Above that is only the accessible roof. Everything is full of graffiti and there are holes in the ground that reach all the way to the ground floor. No safeguard, nothing. In the middle of the roof is some kind of construction with a plattform – the highest peak of the ghost tower. You only get there when you climb over loose planks up on some pillars from where you can crawl on the first, lower platform using a rope that somebody put there. From there you only get to the final platform, when you climb around the outer wall of the building, using the metal rods that come out of the raw concrete as a ladder.  At least one of the balconies would catch you if you fell. But oh, that was dangerous – I was shaking. I actually only did this because the others managed to get up there too. And I really wanted to stand where they were. The friend I came there with prefered to stay down on the roof.

By now the ghost tower is very hard to access. Some people told me it’s not possible to get in there at all, some told me you can still bribe someone or sneak in there. But take it as a fact that it’s extremely dangerous but also extremely cool and unique. Just read a lot about it if you do decide to try it. Check this page for more information.

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The Khlong Toey Fresh Market

The Khlong Toey fresh market was exactly where I lived – but it still took me months to go there because I never managed to get up early enough. You can try all kinds of food there, maybe even the „stinky fruit“ (bah!) but the really interesting part is the one with the animals. Maybe it’s best to eat later. I went to the Khlong Toey fresh market with a vegan friend and we both couldn’t stand seeing the animals like that. Thais go to this market to get all kinds of ingredients and their favourite ingredient is.. meat. There are all these animals in tiny cages, alive, dead or in between. Snakes, fish, geese, frogs.. some fish managed to escape and jumped right to my feet. We also walked through some slaughterhouses. Thais see animals as something pragmatic and most care less about them than we do. And why should you see this? Because it’s real and interesting – a part of the Thai culture. 

Shocked vegan
A shocked vegan

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Thaiboxing at Rajadamnern Stadium

Boxing is a national sport in Thailand and you should at least watch it once. It’s more interesting than you might imagine! The best part was the feeling in there: You watch the men bet and making weird gestures that probably mean something. It was a big, loud, funny mess and the fruity snacks were nice. We bought the cheapest seats and were right in the middle of everything. Other tourists were seated behind a barrier in the comfortable area, so they missed most of the experience. Something really funny happened when we bought the tickets outside: Right when we wanted to pay they started playing the national anthem and everybody stood still. Everybody. Even on the street. It happened so suddenly that I just stood there, extremely confused and tried to understand what was going on. You can’t imagine how strange it is when a whole street suddenly freezes and people turn into mute statues at the same time. My friend poked me and whispered that I was supposed to stand still too. 

You can read more about the Rajadamnern stadium here

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Kurz vor dem totalen Stillstand

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Would you visit these odd places or do you prefer staying where it’s safe and clean?

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