The neon lights photoshoot & all about my concrete jewellery label

Malin 80s Inspired Neon Lights Photoshoot Cover
Jetzt erzähle ich euch endlich, wie ich auf die seltsame Idee mit dem Betonschmuck Label gekommen bin und wie ich das in einem "Neon Lights" Photoshoot umgesetzt habe.

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Kennt ihr das, wenn man mit einer schwierigen Abgabe endlich fertig ist und bloß nichts mehr davon hören will? So ging mir das mit meiner Bachelorarbeit. Daher kommt jetzt etwas verspätet mein Follow-Up Post über meine Ideen – denn wie man bitte auf Betonschmuck kommt und wie das als Label funktionieren könnte, ist gar nicht in einem Satz gesagt. Ich habe euch hier ja erzählt, über was genau ich meine Bachelorarbeit geschrieben habe: Mein Thema war das Corporate Design eines Betonschmucklabels, welches ich mir extra für die Arbeit überlegt habe. Das ganze Design findet ihr im vorigen Post, aber jetzt will ich auch das Label an sich vorstellen. 

Model Pärchen Neon Lichter

Wieso denn eigentlich Beton?

Darauf gebracht hat mich der Trend mit Betonelementen als Interior Deko, außerdem stelle ich gerne Kettenanhänger her und war auf der Suche nach neuen Materialien. Dass ich nicht die erste mit dieser Idee war, stellte sich schnell heraus – zum Glück! So gibt es auf DaWanda etwa super schöne und filigrane Stücke aus Beton, die mir gezeigt haben, dass sich meine Idee auf jeden Fall umsetzen lassen wird. 

Ich bin inzwischen ein riesiger Beton-Fan. Man könnt auch Groupie sagen. Bau mir ein Schloss aus Beton und ich gehör dir! Und warum?

Beton ist modern. Es muss nicht immer um Goldkettchen, edle Materialien und Statussymbole gehen. Schmuck wird klassisch oft geschätzt, weil er aus besonderen Materialien besteht. Je seltener, desto teurer. Aber Beton ist nicht selten, Beton kann jeder haben. Wer sollte ihn tragen wollen? Zunächst geht es bei mir nicht um irgendwelchen Beton. Ich habe mir eine eigene Mischung aus nachhaltigen Zusatzstoffen überlegt, welche alle aus Deutschland stammen und so vermischt und verarbeitet werden, dass das Endergebnis so ultrahoch fest ist, dass sich die filigransten Formen damit gießen lassen. Formen, die in Berlin per Hand gefertigt werden, von denen jede einzelne ihre eigenen, individuellen Merkmale haben wird. Das klingt gleich schon besonderer, oder? Beton drückt gerade diesen Individualismus aus, den ich suche. Ein ungewöhnliches Material, das gerade dadurch interessant wird, dass es von der Norm abweicht. Es ist unfassbar vielseitig – schließlich lässt Beton sich leicht formen, man kann Farben oder Partikel hinzu mischen, andere Materialien darin eingießen… mit keinem anderen Material kann man so kreativ werden.

Betonschmuck

Ich mag auch den rauen Charme. Beton hat etwas modern schlichtes, was gerade heute so gut in den Zeitgeist passt. Nur deshalb kam der Sichtbeton Trend in der Architektur auf. Schon da stellten sich die Architekten allem vorher Dagewesenen entgegen: Sie kehrten nämlich das “hässliche” Innere der Häuser sichtbar nach außen, denn eigentlich benutzte man Beton allein für das Grundgerüst. Nur unverputzte, unverarbeitete Wände zeigten bis dato den Beton und galten somit als unfertig, billig, so gar nicht erstrebenswert. Aber Sichtbeton setzte sich durch – sein Charme wurde erkannt. Auf eine gewisse Art und Weise hat Beton etwas rebellisches.

Beton wird nie perfekt sein, winzige Lufteinschlüsse bilden sich bei jedem Anhänger und machen ihn einzigartig. Viele denken bei Beton auch gleich an riesiger, schwere Steine, dabei lässt sich Beton auch geradezu filigran verarbeiten und ist überraschend leicht. Und auch ganz wichtig: Beton ist das perfekte Material, um genau das Feeling auszudrücken, von dem ich euch gleich erzähle:

Berlin Neon Lights Model

Das Berliner Label

Als Urberliner wollte ich etwas machen, das die Seele von Berlin verkörpert. Etwas, womit sich junge Kreative identifizieren können, denen ungewöhnliches und modernes über Marken und Statussymbole geht. Ich habe mir angeguckt, wie Leute hier in Szenen, für die Berlin bekannt ist, feiern gehen. Generell hat mich das Nachtleben und dieser raue aber ehrliche Charme von Berlin inspiriert. Dieses direkte, die berühmte Berliner Schnauze. Nicht perfekt, nicht elegant, aber hart und herzlich. Berlin ist nicht glatt gebügelt – jedenfalls noch nicht, auch wenn hier viele stark am Bügeln sind. Um dieses unprätentiöse ging es mir – es ist das, was auch Beton ausdrückt. Irgendwie modern, edgy und cool.

Male Model neon Lights photoshoot Berlin

Der unisex Schmuck

Zu Berlin – und mir – gehört eine gewisse Offenheit. Warum sollten Männer meinen Schmuck nicht tragen können? Manche Stücke sind eindeutig filigran und generell richtet sich mein Label eher an weibliche Kunden. Trotzdem sind viele Ketten etwas breiter und so designt, dass sie an Männern genauso gut aussehen wie an Frauen. Ich möchte damit auch eine Aussage machen und finde es außerdem sehr dem Zeitgeist entsprechend, nicht zu trennen.

Model Couple neon lights

Die “Neon Lights” Kollektion

Ich hatte so viele Ideen, wie ich Beton einsetzen könnte, aber meine Dozenten wollten, dass ich mich auf eine Sache konzentriere. Fest stand erst nur, dass mir geometrische, simple Formen wichtig sind. Für die Bachelorarbeit habe ich dann besonders an das Nachtleben von Berlin gedacht – die Neon Schilder, die als Neon Elemente in den Schmuck eingeflossen sind. Dazu plane ich mir von einem Unternehmen recyceltes Acrylglas in meinen Kollektionsfarben herstellen zu lassen. Klar – das ging nicht für die Prototypen. Die hat mir ein Shop aus regulärem Acrylglas gelasert und aus Versehen haben die mir auch noch andere Farben gegeben, als ich bestellt habe – nämlich floureszierende. Naja, was wäre eine Bachelorarbeit ohne das Gefühl der Panik, dass alles schief läuft?

Franzi mit Acrylglas

Konkret

Der Name Konkret passt perfekt – Übrigens ist das ein Wortspiel mit dem Englischen Wort für Beton: “Concrete”. Für ein eher freches und modernes Label passt ein Wortspiel doch super, dachte ich mir. Mit so einem starken Berlin Bezug wollte ich außerdem einen Namen, der Deutsch ist, aber auch auf Englisch verstanden werden kann. Etwas, das hart und eckig klingt, zu Berlin passt und jung ist. Synonyme für konkret sind übrigens “greifbar”, “unmissverständlich” oder “real”.

Male Model Neon Photoshoot Beton

Das Fotoshooting

Ich könnte noch sehr viel darüber labern, wie sich jedes einzelne Element, das zu meiner Labelidentität gehört, im Shooting wiederfindet und ausgedrückt wird. Oder wie wir drei verschiedene Blitze mit Farbfolien eingesetzt haben, wie ich eine Location mit Betonwand am Alexanderplatz geklärt habe und zwei Agenturmodels extra angereist sind. Generell könnte ich eh noch sehr viel labern, über fünf weitere Absätze von Beton oder der Berliner Ästhetik schwärmen oder meine Bachelorarbeit innerhalb eines Blogposts nochmal neu schreiben Aber ich glaube, für den Eindruck reicht es jetzt einmal und würde mich vor allem für eine Sache interessieren: Meine Dozenten waren ja begeistert und meinten, ich sollte den Schmuck wenigstens im kleinen Rahmen umsetzen (sprich DaWanda und keine “richtige” Labelgründung, weil das echt verdammt kompliziert ist). Da würde ich natürlich gerne wissen:

Wie findet ihr die Idee und würdet ihr Betonschmuck tragen wollen?

Betonschmuck Details

Im letzten Post über meine Bachelorarbeit gab es nur von mir bearbeitete Fotos zu sehen, den die kamen auch in meine Arbeit. Die hier allerdings hat alle die Fotografin Franzi bearbeitet, denn ihre Bearbeitung wollte ich euch nicht vorenthalten. Mein Model-Pärchen findet ihr auch auf Instagram: Nils und Franzi


Am Ende vom Shoot wollte ich übrigens unbedingt wenigstens ein, zwei Fotos von mir selbst in meinem hart erarbeiteten Setup haben – obwohl ich schon so fertig und müde war nach dem ganzen organisieren, schleppen und umsetzen. Aber hey, es gibt sie:

Malin Neon Beton PhotoshootMalin Beton Photoshoot Berlin

This one is my follow up post to finally show you the idea behind the label I “created” for my bachelor thesis. In my last post I already wrote about my topic: The corporate design for a concrete jewellery label. So I basically invented this whole label so I could create the corporate design for it. And that design was what my previous post was all about – I still wanted to tell you more about the label itself. Because at first sight, it might seem weird to think of a concrete jewellery label.

Model Pärchen Neon Lichter

Why concrete?

I had this idea because I really like those concrete interior elements and was looking for a new material to use for the necklaces I always create. Turned out – surprise surprise – that I wasn’t the first one with this idea but that just made it easier for me: Seeing, that what I was thinking of actually is possible. 

I turned into a huge concrete fan, even groupie! I’m obsessed and here’s why:

Concrete is modern. Classically jewellery has to be rare and delicate. Concrete isn’t any of this – so who would want to wear it? So first of all this isn’t any concrete: I thought of a unique mix of sustainable concrete which parts all come from mines in Germany. It will be processed in a way making it extremely hard and fit for very small shapes, which will be created by hand in Berlin. Sounds better already, doesn’t it? Concrete expresses that kind of individualism I was looking for. It’s an uncommon material which deviantly stands out. And it’s so versatile! You can mix any colour into it, press partciles and other materials into the mold or easily combine it with metal, wood or basically anything. You can get really creative!

Betonschmuck

I too like the rough charm. Concrete is simple, matching today’s zeitgeist. The trend came up in architecture first, when they decided to turn the “ugly” part of the building visibly outside. Exposed concrete was kind of a revolution, since until then mostly only the structure of any house was made of it. Exposing the concrete was first looked down upon, since raw walls were associated with crudity. If you put it like this, concrete is quite rebellious.

Concrete will never be perfect, every charm is unique and features tiny air pockets. Most people think of concrete as heavy stone, when actually, it’s very light and you definitely can create almost delicate shapes with it.

Berlin Neon Lights Model

The Berlin Label

As a true Berliner I wanted to create something that expresses the Berlin soul. Something young creatives can identify with. Something for people who value uniqueness and individualism over big brands and status symbols. What inspired me was the Berlin nightlife as well as the well known Berlin bluntness. Berlin isn’t sleek – even though many people are trying to change that. It’s not elegant, but raw and sincere. Concrete is the perfect material to express this unpretentious, edgy and cool image. 

Male Model neon Lights photoshoot Berlin

Unisex jewellery

What belongs to Berlin – and me – is some kind of openness. Why souldn’t men wear my pieces? My jewellery is made for women in the first place, but many pieces feature heavier chains that look good on any gender. Making it unisex was a statement as well – why seperate?

Model Couple neon lights

The “Neon Lights” Collection

I had so many ideas but my professors wanted me to focus on one thing only. So for my bachelor thesis I decided to only fuse concrete with recycled acrylic glas, resembling night life and neon lights. I know where I can get that created in my collection colours but for my prototypes I chose normal acrylic glas, which the shop even lasered in the wrong colours. They gave me fluorescent ones! But hey I guess without the panic of everything going wrong, a bachelor thesis wouldn’t be a bachelor thesis! 

Franzi mit Acrylglas

 

Male Model Neon Photoshoot Beton

The photoshoot

I could tell you a long story about how I planned every detail of the shoot and how every element belonging to the label identity transferred into the shoot, how we created those colours with three flashes, how I got that cool apartment right at Alexanderplatz or how two agency models travelled to Berlin for this shoot.. but I think for now this is enough as an impression of my work

I’d mainly like to know one thing: My lecturers told me to follow through with my idea and really create the jewellery. I might do this in a small compass though – maybe a DaWanda shop or something like that. So I’d love to know:

What do you think of the idea and would you wear concrete jewellery?

 

Betonschmuck Details

By the way, this is all the photographer’s editing, whereas I did all the editing in my last post to show you how it was actually printed. I still wanted to show you guys how Franzi edited them. By the way: My models are on Instagram, you find them here and here.


At the end of the shoot, when I already was super exhausted, I really wanted to have one or two photos of me with my setup Well, being stressed out as hell doesn’t create the best facial expressions but hey: I’ve got my pictures:

Malin Neon Beton PhotoshootMalin Beton Photoshoot Berlin

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