Travel guide to Myanmar: The authentic paradise you won’t find anywhere else

Es ist schon ein Weilchen her, dass ich wieder von meiner Reise zurück bin, aber trotzdem möchte ich euch heute ein Land näher bringen, das vielleicht die Wenigsten als Urlaubsziel auf dem Schirm haben: Myanmar.

Myanmar, oder auch Burma genannt, ist der wilde Rabauke der asiatischen Reiseziele. Erst vor kurzem – nämlich in 2011 – wurden für Touristen die Grenzen geöffnet. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um zu gehen! Es ist nicht westlich angepasst, es ist nicht auf Touristen ausgerichtet, es ist anders, faszinierend und fern von ausgetretenen Touripfaden. Myanmar ist durch und durch echt – etwas für Reisende, die etwas Authentisches erleben wollen.

 

Wie Thailand vor 20 Jahren

 

Als ich auf Ko Phi Phi (Thailand) war, habe ich einen älteren Mann dort kennengelernt, der dabei zugesehen hat, wie sich die Insel innerhalb von 20 Jahren vom versteckten Paradies („The beach“ mit Leonardo DiCaprio wurde dort getreht) zu einer Touristenhölle und zum Ballermann von Thailand entwickelt hat. Er sagte, er würde die Insel bald endgültig verlassen, um in Myanmar neu anzufangen: Auf einer Insel, die noch ein echtes, unbekanntes Paradies sei. Wie genau die Insel hieß, wollte er keinem verraten. Ich habe mich ein bisschen wie DiCaprio in „The beach“ gefühlt, bloß dass mir keiner später einen Zettel mit einer Wegbeschreibung zugesteckt hat, ich immer noch nicht weiß, welche Insel der Typ meinte und auf die Begegnung keine spannende Spirale aus Abenteuer, Mord und Totschlag folgte.

Auf jeden Fall ist Myanmar ein Land, in dem es viel zu entdecken gibt und auf der Suche nach einem unberührten Flecken Erde wird man dort sicher fündig. Es gibt politische Spannungen und nicht alle Teile des Landes sind Touristen zugänglich (auch zu ihrer eigenen Sicherheit).

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Sehenswürdigkeiten

Myanmar wird das Land der 1000 Pagoden genannt, was eine riesige Untertreibung ist, da alleine in Bagan über 4000 stehen. Die Tempel von Bagan sind das wohl beliebteste Reiseziel und ich hatte eine tolle Zeit dort, als ich mir mit einer Freundin einen Roller gemietet habe und wir in dem Gebiet auf Entdeckungstour gegangen sind. Die teils verlassen aussehenden Tempel kann man einfach betreten und erkunden. Einige sind winzig, abgeschieden und leer, andere riesig, beeindruckend und voller Touristen. Das Land ist buddhistisch geprägt, somit wird man viele Buddha Statuen finden.

Bagan war mystisch und wunderschön:

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Außerdem waren wir auch in Yangon, Mandalay und bei Amarapura.

Naypyidaw ist die neue Hauptstadt des Landes und Yangon ist die Alte. In der neuen Hauptstadt war ich nicht persönlich, da wir zu wenig Zeit hatten. Dort soll es etwas seltsam aussehen, mit lauter riesigen Propaganda Plakaten überall. Es ist praktisch der neu erbaute, seelenlose Vorzeigeort. Eine Publicity Stadt. Wer Zeit hat, sollte da mal einen Abstecher hin machen, es hat sich super skurril angehört.

Highlight: In der Shwedagon Pagode in Yangon für jeden Wochentag eine kurze Zeremonie abhalten, bei der man Wasser über die Statuen gießt. Wir haben einfach mitgemacht. Abends glitzert dort alles gold.

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Das hier ist die U-Bein Bridge, die längste Teakholzbrücke der Welt, in der Nähe von Mandalay:

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Essen

Das erste Essen hat mich sehr überrascht. Ich habe mir gebratenen Fisch bestellt und bekam eine Schüssel voller winziger, knusprig gebratener Winzlings-Fischlein, dazu enorm scharfe Soße und einen Teller Reis mit Erdnüssen. Es schmeckte ungewohnt, aber interessant. Westliches Essen gibt es dort nicht, jedenfalls habe ich keins gesehen. Einmal waren wir Eis essen, aber anstatt Eis gab es nur eine Art Milchshake, wohl, weil sie ihre Kühltruhe nicht kalt genug bekommen haben. Die Hitze und allgegenwärtige Probleme mit der Elektrizität passen für ein Eiscafé wohl nicht so gut zusammen.

Menschen

Die Menschen, die uns dort begegnet sind, waren unglaublich freundlich, hilfsbereit und interessiert an uns. Schön fand ich eine längere Unterhaltung mit einem Mönch, der uns angesprochen hat.

Da Myanmar so traditionell ist, sieht man Männer in Wickelröcken (Sarongs) und Frauen, die Körbe oder andere Lasten auf dem Kopf transportieren. Viele Männer kauen hier eine bestimmte Wurzel, welche die Zähne rot färbt und nach bitterer Zahnpasta schmeckt. Ich habe das Zeug aus Spaß probiert, als es mir ein Burmese zeigen wollte – und schnell wieder ausgespuckt.

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Transport

Wir hatten leider nur wenig Zeit in Myanmar, also haben wir die meisten Nächte in Nachtbussen verbracht. Das waren oft ganz schreckliche, rumpelige Dinger, in denen wir kein Auge zutun konnten. Außerdem gab es Kakerlaken. Für einen Tagestrip kann man sich gleich einen eigenen Motorradfahrer „buchen“, der einen den ganzen Tag herumfährt und, wenn man Glück hat, einem noch etwas zum Land erzählen kann. Das haben wir in Mandalay gemacht und es war super!

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Daftpunk

Kleine Warnung

Das einzige, was Backpacker hindern könnte, in dieses Land zu reisen, ist die noch sehr maue Backpacker Community. Es gibt keine Hostels, sondern nur Hotels, in denen wenig gechillt wird. Noch dazu sind sie erstaunlich teuer. Es gibt auch wenig Auswahl, da Hotels eine spezielle Genehmigung brauchen – die Regierung versucht den Tourismus noch im Zaum zu halten. Dass etwas ausgebucht ist, kann hier schneller vorkommen. Wir haben sehr wenige andere Reisende getroffen und ich denke, dass man beim solo Reisen bei Weitem nicht so schnell Anschluss findet wie in anderen Ländern. Gleichzeitig ist aber auch genau das der Fun Faktor bei Myanmar: Es ist relativ unerschlossen von Touristen! So, wie es Thailand vor vielen Jahren war. Wir waren gar nicht weit außerhalb der Touristen Hot-Spots, aber auch dort war deutlich weniger los, als in anderen asiatischen Ländern und sobald man sich etwas entfernt, hat man die Touristen auch schon hinter sich gelassen. Das geht in Thailand viel schwerer.

 

Viel Tourismus hat einige Schattenseiten: Genervte Locals, welche die Touristen einerseits dafür ablehnen, dass sie alles schmutzig machen und ihre Kultur missachten, weshalb sie die Reisenden dabei eher nur als laufendes Portemonnaie betrachten.  Massentourismus sorgt für schöne Strände, die vollgestopft sind und eine Kultur, die dem Kitsch verfällt. Hoffen wir, dass es Myanmar nicht so gehen wird, und dass das Land neue Chancen erhält, durch das Geld, welches die Touristen bringen werden.

 


**English version**

Today I want to tell you about the wild child of the southeast Asian travel destinations: Myanmar. Only a few years ago – in 2011 – it’s borders were opened towards tourists. Now is the perfect time to go! Myanmar is not very westernized, it’s not tourist orientated, it’s different, unique and real.

When I went to Ko Phi Phi in Thailand (known for the mocie “The beach”), I met an elderly man who watched that island turn from the isolated paradise it was to an annoying party place full of tourists. He said he would leave to start again on a hidden paradise island in Myanmar, because he was fed up with Thailand. He didn’t want to tell anybody where exactly it was. I kinda felt like DiCaprio in “The beach” – only that nobody gave me a letter later with the directions, I still don’t know which island he was talking about and the encounter didn’t lead to exciting adventures or blood and thunder.

Anyway, Myanmar definitely is a country where you can find some isolated, original places. But there are political tensions and not every place is open to tourists.

They call it the  land of the 1000 pagodas, which is a clear understatement, as Bagan already has over 4000 of them. We rented a scooter and drove through the area. It was amazing to explore old and forgotten temples or go see the big touristy ones with a great view. Prepare to see Buddha all around! It’s such a mystical place and also the main tourist hotspot.

Naypyidaw is the new capital and Yangon is the old one. We didn’t have enough time to visit the new one, but from what I’ve heard it’s a super bizarre place: Empty, full of propaganda posters and only made as a publicity place.

My highlight was, behind Bagan, the golden Shwedagon pagoda in Yangon, in which we got out blessings for each weekday. We just went along and followed the ceremony!

The food surprised me. The first thing I ordered was “Fried fish” – what I got was a bowl full of tiny tiny fishies, all crispy and with a hot sauce on the side. It tasted noting like anything I’ve ever tried before and was definitely not what I expected. One time we tried eating ice cream in a café, but it was completely melted and more like a milkshake. Problems with electricity and extremely hot weather don’t really go along, I guess!

We’ve met the nicest people there. Everybody was so interested and eager to help us out with almost everything. I enjoyed talking to a monk and letting some local show me how to chew that red stuff the men use there daily. It’s some kind of bitter root which tastes like weird toothpaste and it tints their teeth red. I spit it out real quick, haha.

Travelling in Myanmar can get a bit rough. We’ve spend lots of time in busses and even though we took the overnight ones, we couldn’t get any sleep. But you can “rent” a mororcycle driver for a whole day and he will drive you around, wherever you want to go. And if you’re lucky he can tell you a bit about his country while doing so. We did that and it was a great trip around Mandalay.

Because it’s like Thailand many years ago and the tourist boom is just about to start, we didn’t meet many other backpackers. The people don’t hang around the hostels and chill out, no, in Myanmar you only get a hotel room for yourself anyway. For travelling solo that might make it a bit harder to meet other people.

Who knows how tourism will change this beautiful country. I truly hope that Myanmar can use the new chances it gets, when they gain money from tourists.

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